Weihnachten in Berlin

Blutspenden und Gutes tun

In der Weihnachtszeit sind viele Menschen besinnlich, suchen die Nähe zur Familie, schaffen sich in ihrem Heim Gemütlichkeit und kaufen Geschenke, um sie Heiligabend zu übergeben. Es ist in dieser Zeit löblich, auch an andere zu denken, denen es nicht gut geht. Vor allem Krebspatienten, aber auch nach schweren Unfällen sind die Betroffenen oft darauf angewiesen, dass sie eine oder mehrere Blutspenden erhalten. Während einige zur Weihnachtszeit Geld spenden, ist es ebenso hilfreich, Blut zu spenden, um damit Menschenleben zu retten.

DRK als größter Ansprechpartner

Blutspenden ist ein relativ einfacher Vorgang. Interessierte wenden sich dafür an ein Blutspendezentrum, die in größeren Städten zu finden sind. In kleineren Städten oder auf dem Land ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ein guter Ansprechpartner, da es einen Großteil der Spendenaktionen durchführt. Aber auch andere Hilfsorganisationen bieten Spendenaktionen an. Daneben gibt es Universitäten, private Einrichtungen oder Krankenhäuser die eine Blutspende durchführen.

Fragebogen sorgfältig ausfüllen

Wer Blut spenden möchte sollte zum ersten Termin etwas Zeit mitbringen, da einige Fragen beantwortet werden müssen. Ein gültiger Personalausweis muss vorgelegt werden, um Name und Adresse festzuhalten. Außerdem gibt es einen umfangreichen Fragebogen, der möglichst genau ausgefüllt wird. Hier werden vor allem Fragen zu Krankheiten und der gesundheitlichen Vorgeschichte gestellt, da es durchaus einige Faktoren gibt, die die Teilnahme an der Spende verhindern. Wer nicht genau weiß, wie einzelne Fragen beantwortet werden, muss sich keine Sorgen machen; im Gespräch mit dem Arzt werden sie erläutert. Über einen kleinen Stich am Finger wird ein Tropfen Blut entnommen, um eine Anämie auszuschließen. Nachdem Puls und Blutdruck gemessen wurden, entscheidet der Arzt darüber, ob Blut gespendet werden kann.
Häufig gestellte Fragen, können hier nachgelesen werden.

Wer darf Blut spenden?

Es kann vorkommen, dass der Arzt es für sicherer hält, den Interessenten auszuschließen beziehungsweise für eine gewisse Zeit zurückzustellen. So müssen Blutspender älter als 18 Jahre alt sein und mindestens 50 Kilogramm wiegen. Das Höchstalter bei Erstspendern liegt bei 64 Jahren. Vor der Spende muss gewährleistet sein, dass innerhalb des vergangenen Monats keine Drogen eingenommen und innerhalb der letzten zwölf Stunden kein Alkohol getrunken wurde. Außerdem ist es wichtig, dass sich der Spender fit fühlt und ausreichend getrunken sowie gegessen hat. Männer dürfen sechs Mal pro Jahr Blut spenden, Frauen vier Mal, da sie durch ihre Menstruationen einen natürlichen Blutverlust haben.

Krankheiten als Kontraindikation

Fanden in den vergangenen vier Wochen Impfungen oder Operationen statt oder war der Betroffene krank, muss ebenfalls mit einer Rückstellung gerechnet werden. Frauen, die schwanger sind oder stillen, dürfen ebenfalls nicht spenden. Leidet der potentielle Spender unter einer Krankheit, die über das Blut übertragen werden kann oder bei der der Blutverlust sein Leben gefährden könnte, findet die Abnahme ebenfalls nicht statt. Es gibt weitere Kontraindikationen, die im Gespräch mit dem Arzt erfragt werden.
Spricht nichts dagegen, dass Blut abgenommen wird, nehmen die Spender auf einem bequemen Stuhl Platz, erhalten einen Zugang, über den ihnen 500 Milliliter Blut abgenommen werden. Es dauern nur ungefähr zehn Minuten, dann ist dieser Vorgang bereits beendet. Nach einer Erholungsphase kann im Imbissraum Platz genommen werden, wo es heiße und kalte Getränke sowie Verpflegung gibt. Dieses Angebot sollte immer wahrgenommen werden, da dem Körper durch die Blutspende Flüssigkeit fehlt.
Wer zur Weihnachtszeit etwas Gutes tun möchte, sollte sich die Zeit nehmen und sich den Blutspendern anschließen, die pro Jahr in Deutschland ungefähr 3,6 Millionen freiwillige Vollblutspenden leisten. Immerhin kann dadurch die Versorgung mit Blut für drei von vier Patienten gesichert werden.
Wer Näheres zum Thema Blutspenden wissen möchte, findet auf der Seite des Deutschen Roten Kreuzes ausreichend Informationen.