Weihnachten in Berlin

Urlaub beim Weihnachtsmann

Urlaub machen, wo der Weihnachtsmann zu Hause ist? Diesen Wunsch kann man sich in Finnland erfüllen Die Region oberhalb des Polarkreises steckt zwar auf dem Gebiet des Tourismus teils noch in den Kinderschuhen, aber dafür gibt es auch einige spektakuläre Attraktionen, die selbst ‚Sommerkinder’ begeistern dürften.

Natur pur

Angefangen natürlich beim sagenumwobenen Polarlicht. Etwa 200 mal im Jahr kann man die grün-blau glühende Pracht am Himmel beobachten und sich davon verzaubern lassen, wie die sogenannten ‚Fuchsschwänze’ in der Erdatmosphäre umherspringen. Ein Anblick, den man nie wieder vergisst. In Nordfinnland erlebt man im Hochsommer außerdem die Mitternachtssonne, also lauschige Nächte in denen die Abenddämmerung direkt in die Morgendämmerung übergeht. Wenn man in Lappland ist, begegnet man überall den (hiesigen) Weihnachtsmaskottchen, den Rentieren. Über 200.000 Tiere haben zwar alle einen Besitzer, leben aber wild – auf der Straße, im Wald oder neben der Loipe. In der Fjällregion Ylläs, dem größten Skigebiet Lapplands mit 370 km präparierter Loipe, schauen Rentiere und Eichhörnchen den Sportlern zu. Und natürlich gibt es dort oben vor allem zwei Dinge: Schnee und Eis in Hülle und Fülle. In Levi, einem Austragungsort des Ski World Cup, gibt es neben den mit Scheinwerferlicht beleuchteten Pisten auch einen Eisskulpturenpark mit spektakulären Kreationen. Autofahrer sollten sich im Vorfeld geplante Routen gut anschauen, Straßenschilder sind nämlich meist unter Schneemengen verborgen.

Erlebnisurlaub

Wer im hohen Norden einen Urlaub plant, kann zwischen vielfältigen Angeboten wählen. Alleine das Hotel Kakslauttanen, in der Nähe vom Urho Kekkonen Naturpark bietet Unterkunft in Blockhütten, Glasiglus, bei denen man direkt unterm Polarlicht schläft oder das Erlebnis in einem richtigen Schneeiglu auf Rentierfellen zu übernachten. Auch eine Trauung in einer Schneekapelle ist dort möglich. Die Temperatur in einem traditionellen Iglu liegt konstant bei ca. -5°C. Draußen kann es aber schon mal bis -30°C kalt werden. Aufgewärmt wird sich – natürlich – in der Sauna. Die gehört in Finnland quasi zur Standardausstattung bei den Unterkünften. So auch auf der Husky-Farm Harriniva, in der Nähe von Muonio an der schwedischen Grenze. Dort kann man Eisfischen, Rentier-Schlitten fahren, mit dem Motorschlitten durch den Schnee düsen oder mehrtägige Husky-Touren buchen. Dann darf man selbst den Schlitten lenken und eins werden mit Tier und Natur.
Und was wäre ein Weihnachtsurlaub ohne einen Besuch beim Weihnachtsmann? Der wohnt (seit einer Sendung des finnischen Radios vor 68 Jahren) am Polarkreis (finnisch: Napapiiri), 8 Kilometer nordöstlich von Rovaniemis und plaudert gerne mit seinen Besuchern. Weihnachtspost an die Daheimgebliebenen verschickt man stilecht direkt aus dem Weihnachtsdorf.

Bestens vorbereitet

Seine Reise nach Finnland plant man am besten individuell selbst. Die finnische Zentrale für Tourismus bietet online zahlreiche Links und Broschüren zur Information. Und bei allen Planungen sollte man eins nicht vergessen: eine Reiserücktrittsversicherung. Damit im Falle eines Falles am Ende der Planungen nicht Enttäuschung und ein großer Verlust stehen. Ansonsten braucht man quasi nur einen gültigen Personalausweis, Englischkenntnisse (es sei denn man spricht Finnisch) und eine warme Mütze und Handschuhe. Sollte man mit dem eigenen Auto unterwegs sein, sind Winterreifen und Schneeketten unverzichtbar.